Unsere "FAQ's" beantworten hoffentlich alle offenen Fragen zu Regionalfunding. Die Hilfe unterstützt Sie bei der Einrichtung Ihres Benutzers, beim Investieren und beim Einreichen eines Projektes. Für einen raschen Überblick über die Funktionalität empfehlen sich auch unsere Erste Schritte bzw. wenn Sie vorhaben ein Projekt einzureichen, auch unsere Richtlinien. Für alle Fragen, die danach immer noch unbeantwortet sind, zögern Sie nicht uns direkt zu kontaktieren!


Die häufigsten Anlegerfragen betreffend die Plattform regionalfunding.at

Wie viel kostet die Benutzung von regionalfunding.at?

Die Benutzung und Registrierung der Plattform ist kostenlos.

Wer kann mittels regionalfunding.at zeichnen?

Jeder, der unbeschränkt geschäftsfähig ist und sich als Teilnehmer der Plattform registriert hat.

Was habe ich von einer Beteiligung

In der Regel handelt es sich bei den Beteiligungen um Genussrechtsanteile, das sind verbriefte Genussrechte, die in einer Sammelurkunde zusammengefasst sind.

Als Anleger sind Sie beteiligt

  • am Gewinn und Verlust und
  • mit einer Deckelung (bspw. dem 3fachen Nominale)
    - an Zuwachs und Verringerung des Unternehmenswertes inkl. aller stillen Reserven,
    - am Liquidationsgewinn (z.B. wenn das Unternehmen verkauft wird)

Die Ausgangsbasis für die Gewinnverteilung ist das Nominale des Genussrechtsanteils im Verhältnis zum Unternehmenswert zu Beginn der Beteiligung.

Wie profitiere ich als Kleinanleger von einer Beteiligung?

Von einer Beteiligung profitieren Sie in vielfacher Hinsicht:

wirtschaftlich

  • Sie stehen direkt mit dem Unternehmen an dem Sie sich beteiligen, in Vertragsbeziehung, dazwischen gibt keine Investmentfonds, Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Strukturvertriebe oder Banken, die durch Gebühren und Provisionen Ihre Rendite schmälern;
  • Sie können sich mit moderaten Beträgen an Unternehmen in der Region beteiligen, zu denen es bisher keinen Zugang für Kleinanleger gegeben hat, fragen Sie einmal Ihren Bankberater, welche rentablen Veranlagungsmöglichkeiten er Ihnen anbieten kann, bei denen das Geld in der Region bleibt;
  • Auf Grund moderater Beteiligungsbeträge ist es auch für Kleinanleger möglich, Gelder auf mehrere Beteiligungen zu verteilen und dadurch eine Risikostreuung vorzunehmen.
  • Sie haben jederzeit Zugriff auf lfd. Berichte (Jahresabschluss) und Meldungen des Unternehmens bei wesentlichen Ereignissen, darüber hinaus haben Anleger aus der Region oft bessere und raschere Informationen aus der Umgebung (Mitarbeiter im Freundes- oder Bekanntenkreis, Gerüchte am Wirtshaustisch, Artikel in Lokalblättern) als durch Berichte und kennen Unternehmen durch die Nähe oft besser als durch einen Prospekt.

steuerlich (gilt nur für in Österreich Steuerpflichtige, vorbehaltlich Änderungen am steuerlichen Regelwerk oder an Auslegungsusancen der Finanzbehörden)

  • Die Abwicklung ist einfach, unser "Standard-Beteiligungsmodell" ist so gestaltet, dass die Einkommensteuer (ESt) in Form von Kapitalertragssteuer (KeSt) anfällt, die bei Ausschüttungen einbehalten und direkt an das Finanzamt abgeführt wird (wie bei Bankzinsen am Sparbuch);
  • Sie müssen dafür keine Steuererklärung abgeben und sind diesbezüglich immer automatisch steuerehrlich;
  • Der KESt-Satz beträgt 27,5%, während der ESt-Satz bis zu 55% betragen kann;
  • Ist Ihre ESt-Tangente geringer als 27,5%, können Sie sich zu viel abgeführte KESt vom Finanzamt refundieren lassen;

emotional

  • Umsetzung von Projekten, die nur durch Beteiligungsfinanzierung von engagierten Bürgern aus der Region realisiert werden können, da der Wettbewerb am freien Markt oftmals starken Verzerrungen unterliegt (bspw. Revival von Braunkohle-Kraftwerke durch Preisverfall von CO2-Zertifikaten, "billiger" Atomstrom durch Sozialisierung der Kosten für Abfall-Endlagerung, Marktmacht großer Ketten im Lebensmitteleinzelhandel).
  • Zusätzlich zum Cash-Profit gibt es noch eine Feelgood-Rendite, da Sie durch Ihre Beteiligung die regionale Wirtschaft der Region, in der Sie leben, stärken, und die regionale Lebensqualität verbessern, indem Sie einen wesentlichen Impuls geben, um folgenden Wirtschaftskreislauf zu starten:
  • Auswahl von Projekten, die dem Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit entsprechen. Mit diesen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit sind im Wesentlichen gemeint:

    Ökologische Nachhaltigkeit: Sie orientiert sich am stärksten am ursprünglichen Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben. Ökologisch nachhaltig ist eine Lebensweise, die die natürlichen Lebensgrundlagen nur in dem Maße beansprucht, wie diese sich regenerieren.
    Ökonomische Nachhaltigkeit: Eine Gesellschaft darf wirtschaftlich nicht über ihre Verhältnisse leben, da dies zwangsläufig zu Einbußen der nachkommenden Generationen führt. Allgemein gilt eine Wirtschaftsweise dann als nachhaltig, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann.
    Soziale Nachhaltigkeit: Innerhalb einer Gesellschaft muss eine gerechte, sozial ausgewogene Aufteilung der laufenden Wertschöpfung erfolgen, die unter Nutzung oder Transformation der vorhandenen Ressourcen entsteht und weder die Motivation von Leistungsträgern noch ein definiertes Maß an sozialer Sicherheit und Gemeinwohl unterbindet.

Die wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit geht direkt aus den Komponenten des Engelskreises hervor, direkte ökologische Effekte ergeben sich u.a. durch das System der Emissionen von regionalfunding.at selbst: Sowohl Vorankündigungen als auch sämtliche Emissionsunterlagen und zukünftige Berichte stehen elektronisch zur Verfügung - keine Papierverschwendung, lediglich der Zeichnungsantrag wird ausgedruckt und zusammen mit Pass-/Personalausweiskopie postalisch übermittelt und beim Empfänger archiviert. Weitere ökologische Effekte resultieren entweder direkt aus Projekten selbst (bspw. Alternative Energieerzeugung) oder indirekt (bspw. weniger Pendler durch Arbeitsplätze vor Ort, weniger Einkaufsfahrten durch Nahversorger vor Ort).

Jedenfalls gibt Ihnen regionalfunding.at als Kleinanleger die Möglichkeit, Gutes zu tun und davon zu profitieren!

Was passiert mit dem eingezahlten Kapital?

Bei allen Emissionen erfolgt die Einzahlung auf ein Treuhandkonto, das von einem Treuhänder verwaltet wird, regionalfunding.at hat zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die eingelobten Geldmittel. Es gibt neben dem Emissionsziel, das ist das vom Projektwerber in den Projektunterlagen angegebene zur plankonformen Umsetzung erwünschte Kapital (100%), folgende Schwellwerte:

  • "unterer Schwellwert" als Minimalwert, wird dieser am Ende der Zeichnungsfrist (ggf. nach Verlängerung) nicht erreicht, wird die Emission erfolglos abgeschlossen, das Kapital wird den Anlegern rückerstattet;
  • "oberer Schwellwert" als Wert, bei dessen Erreichen das Projekt durchgeführt wird und nach Ablauf der Zeichnungsfrist (ggf. nach Verlängerung) die Emission erfolgreich abgeschlossen wird.

Das Kapital wird dem Emittenten vom Treuhänder erst nach Ablauf der (ggf. verlängerten) Zeichnungsfrist und Auslaufen des Rücktrittsrechts gemäß § 8 Absatz 2 FernFinG zuzüglich  Postweg (ingesamt 3 Wochen) und Abgabe einer unterfertigten Sammelurkunde zur Verfügung gestellt, wenn der obere Schwellwert erreicht wird. Liegt das eingelobte Kapital am Ende der Zeichnungsfrist (ggf. nach einer Fristverlängerung) zwischen oberem und unterem Schwellwert, obliegt dem Emittenten die Entscheidung

a) das Projekt dennoch durchzuführen (ggf. mit deutlichen Einschränkungen) und damit die Emission erfolgreich abzuschließen - Procedere wie bei Erreichen des oberen Schwellwerts;
b) das eingelobte Kapital an die Zeichner rückzuführen und die Emission erfolglos abzuschließen.

Erreicht das eingelobte Kapital das Emissionsziel, wird jedenfalls spätestens 3 Wochen danach (Auslaufen des Rücktrittsrechts gemäß § 8 Absatz 2 FernFinG + Postweg) die Emission erfolgreich abgeschlossen, zwischenzeitlich einlangende Zeichnungen dürfen nur mehr unter Vorbehalt - als Ersatz für Rücktritte, mangelhafte Zeichnungen oder Unterlassungen fristgerechter Einzahlung - angenommen werden. Über das Emissionsziel hinausgehende Einzahlungen werden den Anlegern rückerstattet.

Besteht das Risiko, das investierte Kapital zu verlieren?

Eine Beteiligung durch Genussrechtskapital ist ein Risikoinvestment, bei dem ein Totalverlust Ihres Investments nicht ausgeschlossen ist, es besteht aber keine Nachschusspflicht.

Investitionen in kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) stellen immer ein höheres Risiko als vergleichbare Investitionen in Großunternehmen dar. Orientiert man sich an den gängigen Anlegerprofilen von Banken, wären nur Risikoklassen adäquat, die einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausschließen.

Im Gegensatz zu Spareinlagen bei Banken, die bis zu einem Betrag von derzeit € 100.000,-- der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen, tragen Sie das volle Ausfallrisiko selbst, haben aber dafür auch deutlich höhere Ertragschancen.

Grundsätzlich gilt: Es gibt keine risikofreien Renditen, auch die Einlagensicherung ist letztlich durch die Zahlungsfähigkeit der Republik Österreich begrenzt. Würde das Gesamtrisiko aller der Einlagensicherung in Österreich unterliegenden Sparbeträge (Stand per 31-12-2012 rund € 185 Milliarden gemäß OeNB) schlagend, würde die Verschuldung der Republik Österreich um rund 60% des Bruttoinlandsprodukts (BIP 2012 rund € 311 Milliarden gemäß Statistik Austria) steigen...

Jede Zeichnung einer Emission kann einen Totalverlust des investierten Kapitals zur Folge haben! Es sollten daher ausschließlich Mittel investiert werden,deren eventueller Verlust getragen werden kann,ohne eine maßgebliche Verschlechterung des Lebensstandards sowie der Versorgung und Vorsorge zu erleiden!

Die auf der Plattform verfügbaren Informationen stellen weder eine Beratungsleistung dar noch ersetzen sie eine fachkundige Beratung durch einen Vermögensberater. Es empfiehlt sich daher für potenzielle Anleger dringend, sich vor Zeichnung einer Emission und auch während der Dauer des daraus resultierenden Vertragsverhältnisses umfassend über die rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Folgen einer Zeichnung zu informieren und diese mit der gegenwärtigen und zukünftigen persönlichen und finanziellen Situation in Beziehung zu setzen.

Wie kann ich dafür sorgen, dass meine Zeichnung berücksichtigt wird?

So früh wie möglich zeichnen und fristkonform einzahlen.

Welche Rechte - neben finanziellen Ansprüchen - habe ich als Anleger?

Mit einer Beteiligung durch Genussrechtskapital sind rein rechtlich keine Mitspracherechte verbunden. Sehr wohl haben Sie aber Informationsrechte, das heißt auf lfd. Berichte (Jahresabschluss) und Meldungen des Unternehmens bei wesentlichen Ereignissen.

Welches Risiko habe ich als Anleger?

Eine Beteiligung durch Genussrechtskapital ist ein Risikoinvestment, bei dem ein Totalverlust Ihres Investments nicht ausgeschlossen ist, es besteht aber keine Nachschusspflicht.

Warum muss ich mich anmelden und das Registrierungsformular vollständig ausfüllen, um Zugang zu den Emissionsunterlagen zu erhalten und einen Zeichnungsantrag zu stellen?

Transparenz ist die Grundlage gegenseitigen Vertrauens. Emittenten öffnen sich gegenüber Ihnen als potenziellen Anleger und laden Sie zu einer Beteiligung an ihrem Unternehmen über viele Jahre ein, somit ist es ein Gebot der Fairness, wenn der Emittent weiß, wer sein Gegenüber ist.

Zum Zweiten liegt eine Identifikation in Ihrem Interesse, sollten Ihnen Unterlagen verloren gehen oder Ihnen etwas zustoßen, ist durch die Dokumentation auf Seiten des Emittenten - und die basiert auf den Daten, die Sie bei der Registrierung angeben und die auf den Zeichnungsantrag übernommen bzw. dort noch weiter ergänzt werden - sichergestellt, dass Ihre Eigenschaft als Eigentümer nachvollzogen werden kann.

Zum Dritten sind Maßnahmen zur Verhinderung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu berücksichtigen, die Rechtsgrundlagen dafür sind:

  • drei EU Geldwäscherichtlinien: RL 91/30/EWG, RL 2001/97/EG und RL 2005/60/EG
  • die Durchführungsrichtlinie RL 2006/70/EG
  • §§ 365m-z Gewerbeordnung (GewO)
  • § 6 Wertpapieraufsichtsgesetz 2007 (WAG) in Verbindung mit §§ 39-41 Bankwesengesetz (BWG)
  • § 165 und § 278d Strafgesetzbuch (StGB).

Wie zahle ich mein gezeichnetes Kapital ein?

Am Zeichnungsantrag ist eine Bankverbindung angegeben, die aber erst erscheint, wenn alle Daten vollständig angegeben wurden und die darin enthaltenen Fragen korrekt und vollständig beantwortet wurden. Zahlen Sie das Kapital innerhalb von 7 Tagen nach Ausdruck, Unterfertigung und Übersendung auf das angegebene Bankkonto ein und geben Sie als Zahlungszweck "Emission" an. Die Annahme durch den Emittenten erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der Zeichnungsanträge bzw. der Einzahlungen.

Kann ich auch in Beteiligungen investieren, wenn ich nicht in Österreich wohne?

Grundsätzlich sind Beteiligungen vorerst ausschließlich für

  • natürliche Personen, welche ihren Wohnsitz bzw. den gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben,
  • juristische Personen, wenn Sitz und Ort der Unternehmensleitung in Österreich ist,

vorgesehen. Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Gesetzgebung hinsichtlich Kapitalmarkt und Anlegerschutz (auch innerhalb der EU bzw. des EWR).

Ist es auch für Unternehmen oder Stiftungen möglich, zu investieren?

Das ist möglich, allerdings sind Registrierung und Zeichnung zwingend mit einer natürlichen Person als Ansprechpartner verbunden. Wenn Sie beim Investieren "als Unternehmen zeichnen" auswählen, erhalten Sie ein entsprechendes Registrierungs-/Zeichnungsantragsformular, in dem Sie nicht nur eine Ansprechperson angeben können, sondern bei Bedarf auch noch eine zweite Person, falls Ihre Unternehmensrichtlinien Kollektivzeichnung vorgeben.

Wie lange habe ich als Zeichner Zeit, in eine Beteiligung zu investieren?

Die Zeichnungsfrist ist bei den jeweiligen Emissionen angegeben, bei den offenen Emissionen wird der Einlobungsstand und die Restlaufzeit angezeigt. Die Zeichnungsfrist kann einmalig verlängert werden, Verlängerungen werden auf der Plattform bekannt gegeben. Sobald das Emissionsziel erreicht ist, wird die Emission erfolgreich abgeschlossen, (Über-)Zeichner, deren Anträge nicht mehr angenommen wurden, erhalten ihre Einzahlung rückerstattet.

Was passiert, wenn ich eine Beteiligung gezeichnet habe, aber die Emission erfolglos abgeschlossen wird? Was geschieht dann mit meinem Geld?

Wenn eine Emission nicht erfolgreich abgeschlossen wird, wird Ihnen Ihr Geld vollständig rückerstattet.

Wer finanziert regionalfunding.at?

regionalfunding.at finanziert sich selbst, Emittenten bezahlen an regionalfunding.at für die Präsentation auf der Plattform sowie für Berichte und Meldungen einen Preis laut Preisliste, die am Ende der AGB aufgerufen werden kann.

Wer wählt die Projekte aus?

Der Projektwerber gibt persönliche Daten und Kontaktdaten sowie Eckdaten (Firma, Projekttitel, Branche, und Beträge (Emissionsziel/oberer Schwellwert/unterer Schwellwert) in eine Eingabemaske ein und lädt eine Kurzbeschreibung und einen Businessplan (was soll mit dem Projekt in den nächsten 5 Jahren erreicht werden) hoch. Der Geschäftsführer der Plattform und ein Netzwerkpartner (Vieraugenprinzip) sichten den Upload und führen eine Schnellprüfung auf Ausschließungsgründe (ethische und ökologische Vertretbarkeit, Seriosität des Adressaten) durch. Die Beurteilung erfolgt nach den Bewertungsstufen "K.O.", "kritisch", "unbedenklich". Ist eine Beurteilung "K.O." oder einstimmig "kritisch", gilt das Projekt als abgelehnt und dem Einreicher wird unverzüglich die Ablehnung seines Projekts mitgeteilt (Schnelles Nein), ansonsten wird gemeinsam die weitere Vorgangsweise für eine Emission abgestimmt.

Wie kommt die Unternehmensbewertung zustande?

Die Unternehmensbewertung basiert auf folgenden Grundlagen:

  • auf dem Substanzwert des bestehenden Unternehmens und
  • auf dem Ertragswert
  • des bestehenden laufenden Geschäfts sowie
  • des zusätzlichen Geschäfts, das aus dem zu finanzierenden Projekt besteht.

Regionalfunding.at hat in seinem Partnernetzwerk DPO-Experten, das sind Wirtschaftstreuhänder und Unternehmensberater mit zusätzlichen genau auf Direct Public Offerings ausgerichteten Spezialkenntnissen, die bei der Entwicklung des Projekts zur Emission mit dem Projektwerber/Emittenten eine faire Bewertung abstimmen. Bei dieser Abstimmung wird sowohl das Risiko mit realen Renditen vergleichbarer Anlagemöglichkeiten als auch die Preissensibilität der Anleger berücksichtigt, mit dem Ziel, ein für Emittenten und Anleger attraktives Angebot darstellen zu können.

Wie lange ist mein investiertes Kapital gebunden?

Grundsätzlich ist die Laufzeit unbegrenzt, die frühestmögliche Kündigungsmöglichkeit - sowohl für den Emittenten als auch für die Anleger - besteht nach Ablauf von 10 Jahren, danach jeweils nach Ablauf von weiteren 5 Jahren, immer unter Berücksichtigung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist und - sofern für das emittierende Unternehmen niemand persönlich unbeschränkt haftet (bspw. GmbH, GmbH&Co KG, AG, Gen.mbH aber auch KöR) - unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen für eine Kapitalherabsetzung. Für diese Zeitpunkte sorgt der Emittent für eine Unternehmensbewertung gemäß Fachgutachten der Kammer für Wirtschaftstreuhänder (KFS-BW1), diese bildet die Grundlage für die Ermittlung der Abschichtungsbeträge.

Für den Fall des Verkaufs des Unternehmens an neue Eigentümer besteht sowohl für den Emittenten als auch für die Anleger ein außerordentliches Kündigungsrecht, mit dem Anspruch auf Abschichtung auf Basis des anteiligen Kaufpreises unter Berücksichtigung einer Deckelung gemäß Genussrechtsvertrag.

Wie kann ich meine Registrierung bei regionalfunding.at löschen oder deaktivieren?

Wenn Sie Ihre Registrierung löschen oder deaktivieren möchten, so senden Sie bitte eine Email mit der Bitte um Deaktivierung an den Administrator der Plattform (office@regionalfunding.at).

ACHTUNG! Bei Deaktivierung einer Registrierung ist nur mehr der offene Bereich der Plattform zugänglich, sollten Sie bereits an Emissionen teilgenommen haben und Zugang zum geschlossenen Bereich mit den Unternehmensberichten und ad hoc-Meldungen gehabt haben, so verlieren Sie diesen. Sie müssen sich dann mit dem Emittenten in Verbindung setzen, um Ihre Informationen auf anderem Weg zu erhalten.

Was passiert, falls die Plattform einmal nicht mehr existieren sollte?

Die Beteiligungsverträge zwischen Anlegern und Emittenten sind jedenfalls unabhängig von der Plattform rechtsgültig, der Emittent wird Ihnen Ihre Informationen auf anderem Wege zu Verfügung stellen.

In welche Art von Projekten kann ich auf regionalfunding.at investieren?

regionalfunding.at fokussiert auf eine Region oder ein Bundesland und differenziert nicht nach Branche oder Entwicklungsphase (bspw. ist ein Start-up Unternehmen im Bereich Textiltechnologie ebenso willkommen wie ein Buy-out eines alteingesessenen Autohauses). Das folgende Schaubild zeigt regionalfunding.at im Vergleich zu anderen Kapitalgebern, die auf bestimmte Entwicklungsphasen fokussieren.

Darüber hinaus steht Regional Funding offen für regionale Bürgerbeteiligungen, insbesondere für

  • Alternative Energiegewinnung (bspw. Solarstrom);
  • Sozioökonomische Projekte (Rendite besteht nicht nur aus Gewinnanteil, z.B. Nahversorger).

Auch die Finanzierung im Rahmen von Sanierungen in Form von

  • Turnaround-Projekten (in Krisenfrühphase)
  • Sanierungsverfahren (im Rahmen eines Insolvenzverfahrens - „Quotenfinanzierung“)

ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Welche Vorteile hat eine Kapitaleinlobung über regionalfunding.at?

Die Vorteile von regionalfunding.at sind vielschichtig.

Die Präsentation Ihres Projekts bzw. in weiterer Folge Ihrer Emission auf der Internet-Plattform regionalfunding.at spricht einen weiten Kreis potenzieller Investoren an, gleichzeitig sorgt die Fokussierung von regionalfunding.at auf Beteiligungsfinanzierungen innerhalb der Region für ein erhöhtes Interesse der adressierbaren Anleger, das mit regionalen Marketingmaßnahmen effizient weitergesteigert werden kann.

Die Initiatoren von regionalfunding.at sowie Ihre Netzwerkpartner sind Experten (Wirtschaftstreuhänder und Unternehmensberater mit zusätzlichen genau auf Direct Public Offerings (DPO) ausgerichteten Spezialkenntnissen), die Sie bei Bedarf von der Entwicklung des Projekts bis zur Emission unterstützen und im Zusammenhang mit der geplanten Emission verbundene Fördermöglichkeiten mitberücksichtigen können.

Ein speziell entwickeltes Genussrechtsmodell ist als "Standardmodell" sowohl für den Unternehmer als auch für den Anleger im Rahmen der umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten des Genussrechts rechtlich, betriebswirtschaftlich und steuerlich optimiert.

Was ist ein Genussrecht, was ist ein Genussrechtsanteil?

Ein Genussrecht ist ein Vermögensrecht, das keine Mitgliedschafts-, sondern Gläubigerrechte gewährt und meist in Form von Genussrechtsanteilen in hoher Anzahl mit niedrigem Stückwert begeben wird. Das Genussrecht wird in einer Sammelurkunde durch Unterfertigung des Emittenten verbrieft, damit stellt diese ein Wertpapier dar. Dieser Sammelurkunde ist ein Register angeschlossen, in dem die Inhaber der Genussrechtsanteile  geführt werden.

Während Aktien, GmbH-Anteile und Genossenschaftsanteile in eigenen Gesetzen (AktG, GmbHG, GenG) und Personengesellschaften und Stille Beteiligungen im Unternehmensgesetzbuch (UGB) geregelt sind, bieten Genussrechte  einen großen rechtlichen Gestaltungsspielraum.

Ein Genussrecht kann unabhängig von der Rechtsform und der Gewinnermittlungsart begeben werden und sogar auf einen Teil des Unternehmens - mit einem eigenen Rechnungskreis - beschränkt werden. Über regionalfunding.at werden aber ausschließlich Genussrechtsanteile, die ein gesamtes Unternehmen umfassen, angeboten.

Was sind die Eckpunkte des "Standardmodells"

Das Genussrechtskapital verbleibt während der Vertragslaufzeit (bis zur Kündigung durch eine Vertragspartei, mindestens jedoch 10 Jahre oder Liquidation im Insolvenzfall) im Unternehmen. Der Genussrechtsinhaber ist beteiligt am

  • Gewinn und Verlust, Ausschüttungen nur bei Deckung im Bilanzgewinn
  • Zuwachs und Verringerung des Unternehmenswertes (vertraglich gedeckelt)
  • Liquidationsgewinn (vertraglich gedeckelt)

Bei einer Abschichtung müssen die Regeln der Kapitalherabsetzung eingehalten werden. Im Liquidationsfall werden Ansprüche des Genussrechtsinhabers nach allen Gläubigern aber vor den Unternehmenseigentümern befriedigt.

Nach herrschender Lehre stellt dieser Typus von Genussrechtskapital handelsrechtlich Eigenkapital, steuerrechtlich jedoch Fremdkapital (auf Grund der vertraglichen Einschränkungen), dar. Diese Gestaltung bewirkt, dass Ausschüttungen an Genussrechtsinhaber steuerlich als Betriebsaufwand (wie Kreditzinsen) geltend gemacht werden können.

Ist eine Emission über Regionalfunding mit anderen Finanzierungen kompatibel?

Das "Standardmodell" ist so gestaltet, dass das eingelobte Kapital handelsrechtlich Eigenkapital, steuerrechtlich jedoch Fremdkapital darstellt, durch eine Emission kann insgesamt oftmals ein wesentlich höherer Gesamtfinanzierungsbetrag mobilisiert werden, bzw. wird in vielen Fällen die Projektfinanzierung durch die Emission überhaupt erst möglich.

Wie kann ich ein Projekt einreichen?

Zuerst müssen Sie sich auf der Plattform regionalfunding.at als Benutzer registrieren. Nach erfolgreicher Registrierung und der vollständigen Angabe weiterer notwendiger Daten können Teilnehmer Projekte auf regionalfunding.at zur Einreichung eintragen und abschicken, sie werden damit zu Projektwerbern.

  1. Eröffnung und Vorprüfung eines Einlobungsprojekts
    Projektwerber gibt Eckdaten (Firma, Projekttitel, Branche, und Beträge (Zielsumme/oberer Schwellwert/unterer Schwellwert) in eine Eingabemaske ein und lädt eine Kurzbeschreibung und einen Businessplan (was soll mit dem Projekt in den nächsten 5 Jahren erreicht werden) hoch. Es erfolgt eine Empfangsbestätigung (Text: Upload empfangen, Unterlagen werden gesichtet, Response in Kürze), der Geschäftsführer von Regionalfunding und sein Vertreter erhalten eine Emailinformation vom Upload.
    Der Geschäftsführer der Plattform und ein Netzwerkpartner (Vieraugenprinzip) sichten den Upload und führen eine Schnellprüfung auf Ausschließungsgründe (ethische und ökologische Vertretbarkeit, erwartbare Marktakzeptanz) durch. Die Beurteilung erfolgt nach den Bewertungsstufen "K.O.", "kritisch", "unbedenklich". Ist eine Beurteilung "K.O." oder einstimmig "kritisch", gilt das Projekt als abgelehnt und dem Einreicher wird unverzüglich die Ablehnung seines Projekts mitgeteilt ("Schnelles Nein", um Zeitaufwand und Kosten beim Projektwerber gering zu halten), ansonsten wird gemeinsam die weitere Vorgangsweise für eine Emission abgestimmt und ein Vertrag abgeschlossen.
  2. Qualifizierung eines Einlobungsprojekts
    Der Projektwerber erstellt einen detaillierten Businessplan (ohne Finanzzahlen), einen integrierten Finanzplan über das lfd. Jahr und die 5 folgenden Jahre (Bilanz, GuV, CF-Plan für Bilanzierer bzw. Einnahmen-/Ausgabenplan mit Plan-AVZ für E-/A-Rechner) sowie die Anpassungserfordernisse des standardisierten Vertragswerks auf die individuellen Gegebenheiten und übermittelt diese per Upload an die Plattform.
    Ein Gremium bestehend aus Kooperationspartnern aus dem Netzwerk der Plattform und dem Geschäftsführer prüfen die Unterlagen und entscheiden darüber, ob das Einlobungsprojekt von der Plattform zur Präsentation angenommen wird. Die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung des Projekts wird dem Einreicher unverzüglich mitgeteilt, ggf. wird eine bedingte Entscheidung mit Verbesserungsauflagen getroffen.
  3. Vorbereitung auf die Emission
    Sobald das Projekt vom Gremium genehmigt ist, werden die Beschreibung, unterstützende Bilder/Videos und der Businessplan (ohne Finanzzahlen) als "Vorankündigung" auf der Plattform freigeschaltet. Es erfolgen gemeinsam mit dem Projektwerber die Erstellung der Informationsschrift für Anleger und ggf. ein "Feinschliff" der Unterlagen sowie die Abstimmung mit dem Treuhänder hinsichtlich Eröffnung eines Treuhandkontos vor und lfd. Aktualisierung des Treuhandkontostandes während der Emissionsphase.
  4. Veröffentlichung der Emissionsunterlagen
    Werden in der Informationsschrift keine Inkonsistenzen zu den Unterlagen und auch keine sonstigen Mängel festgestellt oder sind diese behoben, wird das Projekt zur Veröffentlichung freigegeben, Sie können die Freischaltung veranlassen und mit dem folgenden Tag beginnt die Zeichnungsfrist zu laufen.

Wie spielt sich die Emission ab? Wann kann ich über das eingelobte Kapital verfügen?

Während der Zeichnungsfrist können registrierte Teilnehmer Einblick in die Emissionsunterlagen nehmen und bei Interesse einen Zeichnungsantrag downloaden, ausfüllen, unterfertigen und zusammen mit einer Ausweiskopie - je nach Vereinbarung - an den Treuhänder übersenden sowie innerhalb von 7 Tagen das gezeichnete Kapital auf das Emissionskonto überweisen. Dieses ist bei allen Emissionen ein Treuhandkonto, das von einem Rechtsanwalt verwaltet wird, regionalfunding.at hat zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die eingelobten Geldmittel. Es gibt neben dem Emissionsziel, das ist das vom Projektwerber in den Projektunterlagen angegebene zur plankonformen Umsetzung erwünschte Kapital (100%), folgende Schwellwerte:

  • "unterer Schwellwert" als Minimalwert, wird dieser am Ende der Zeichnungsfrist (ggf. nach Verlängerung) nicht erreicht, wird die Emission erfolglos abgeschlossen, das Kapital wird den Anlegern rückerstattet;
  • "oberer Schwellwert" als Wert, bei dessen Erreichen das Projekt durchgeführt wird und nach Ablauf der Zeichnungsfrist (ggf. nach Verlängerung) die Emission erfolgreich abgeschlossen wird.

Das Kapital wird dem Emittenten vom Treuhänder erst nach Ablauf der (ggf. verlängerten) Zeichnungsfrist und Auslaufen des Rücktrittsrechts gemäß § 8 Absatz 2 FernFinG zuzüglich  Postweg (insgesamt 3 Wochen) und Abgabe einer unterfertigten Sammelurkunde zur Verfügung gestellt, wenn der obere Schwellwert erreicht wird. Liegt das eingelobte Kapital am Ende der Zeichnungsfrist (ggf. nach einer Fristverlängerung) zwischen oberem und unterem Schwellwert, obliegt dem Emittenten die Entscheidung

a) das Projekt dennoch durchzuführen (ggf. mit deutlichen Einschränkungen) und damit die Emission erfolgreich abzuschließen - Procedere wie bei Erreichen des oberen Schwellwerts;
b) das eingelobte Kapital an die Zeichner rückzuführen und die Emission erfolglos abzuschließen.

Erreicht das eingelobte Kapital das Emissionsziel, wird jedenfalls spätestens 14 Tage danach (Auslaufen des Rücktrittsrechts gemäß § 8 Absatz 2 FernFinG) die Emission erfolgreich abgeschlossen, zwischenzeitlich einlangende Zeichnungen dürfen nur mehr unter Vorbehalt - als Ersatz für Rücktritte, mangelhafte Zeichnungen oder Unterlassungen fristgerechter Einzahlung - angenommen werden. Über das Emissionsziel hinausgehende Einzahlungen werden den Anlegern rückerstattet.

Wie sieht es mit der Vertraulichkeit hinsichtlich aller Unterlagen aus?

Sämtliche von Ihnen zur Verfügung gestellten Unterlagen werden zunächst ausschließlich intern - wie oben beschrieben - geprüft und niemals ohne Ihre vorherige schriftliche Zustimmung weitergegeben oder veröffentlicht. Die Erstellung der Emissionsunterlagen erfolgt durch Sie selbst, wenn von regionalfunding.at die Freigabe zur Veröffentlichung auf der Plattform vorliegt, können Sie die Freischaltung veranlassen.

Welche rechtliche Form haben die Beteiligungen?

Die Beteiligung Ihrer Anleger erfolgt in Form von Genussrechten (siehe auch Genussrechte, Standardmodell weiter oben). Damit verbleiben auch weiterhin alle Stimmrechte bei Ihnen.

Was sind meine Rechte und Pflichten als Emittent?

Mit einer Emission über regionalfunding.at können Sie eine Menge Anleger vor allem aus der Region gewinnen, die Ihnen über einen langfristigen Zeitraum Kapital zur Verfügung stellen und im Vertrauen auf Ihre unternehmerischen Fähigkeiten Ihnen damit die Realisierung des von Ihnen geplanten Projekts ermöglichen. Dafür verpflichten Sie sich, Ihre Anleger mit regelmäßigen Berichten (Jahresabschluss) und ad hoc-Meldungen bei wesentlichen Ereignissen auf der Plattform über die Entwicklung Ihres (gemeinsamen) Unternehmens zu informieren.

Wie kommt die Unternehmensbewertung zustande?

Die Unternehmensbewertung basiert auf folgenden Grundlagen:

  • auf dem Substanzwert des bestehenden Unternehmens und
  • auf dem Ertragswert
  • des bestehenden laufenden Geschäfts sowie
  • des zusätzlichen Geschäfts, das aus dem zu finanzierenden Projekt besteht.

regionalfunding.at hat in seinem Partnernetzwerk DPO-Experten, das sind Wirtschaftstreuhänder und Unternehmensberater mit zusätzlichen genau auf Direct Public Offerings ausgerichteten Spezialkenntnissen, die bei der Entwicklung des Projekts zur Emission mit dem Projektwerber/Emittenten eine faire Bewertung abstimmen. Bei dieser Abstimmung wird sowohl das Risiko mit realen Renditen vergleichbarer Anlagemöglichkeiten als auch die Preissensibilität der Anleger berücksichtigt, mit dem Ziel, ein für Emittenten und Anleger attraktives Angebot darstellen zu können.

Ist der Verwaltungsaufwand für so viele Anleger hoch?

Gemeinsam mit dem Treuhänder werden die eingegangenen Zeichnungsanträge mit den Einzahlungen am Emissionskonto abgestimmt, somit sind die Daten aller Anleger (Zeichnung und Einzahlung) erfasst. Im Genussrechtsvertrag ist festgelegt, dass bei Abtretungen und Übertragungen von Genussrechtsanteilen der Verkäufer die Verpflichtung hat,

  • den Emittenten unverzüglich von dieser Transaktion zu unterrichten,
  • dem Emittenten alle Daten des Rechtsnachfolgers (wie bei Zeichnungsantrag inkl. Ausweiskopien) anzugeben.

Weiters ist davon auszugehen, dass sich der neue Genussrechtsanteilsinhaber beim Emittenten meldet, da er ein Interesse hat,

  • Zugriff auf die Emissionsunterlagen und die Berichte im geschlossenen Bereich von regionalfunding.at zu erhalten und
  • Gewinnausschüttungen zukünftig auf sein Bankkonto überwiesen haben will.

Der daraus resultierende Mehraufwand erscheint überschaubar, sollte aber im Hinblick auf Jahresabschlüsse mit dem Steuerberater zeitgerecht vorbereitet und gut organisiert werden. Die Berichte an die Anleger erfolgen über regionalfunding.at und sind mit einem einfachen Upload durchzuführen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Emittenten bezahlen an regionalfunding.at für die Präsentation auf der Plattform einen Preis, der zwischen 3,2% und 6,7% des Emissionsziels beträgt, unabhängig von der Höhe des tatsächlich eingelobten Kapitals. Für Berichte und Meldungen gibt es eine Preisliste.

Dazu kommen noch Kosten für die Treuhandabwicklung und Verwahrung der Sammelurkunde durch einen Rechtsanwalt sowie die Führung des Genussrechtsanteilsinhaberregisters durch ein Wertpapierunternehmen.

Bedient sich der Emittent bei der Einreichung bzw. zur Vorbereitung der Emissionsunterlagen externer Berater, können dafür ggf. fallbezogen Förderungen in Anspruch genommen werden.

Welche Mitspracherechte haben die Anleger?

Bei Genussrechten gibt es keine Stimmrechte, damit bleiben alle Entscheidungen - wie vor einer Emission - beim Projektwerber. Es empfiehlt sich aber, nicht nur gegenüber den Anlegern, eine offene Kommunikationspolitik zu betreiben - Transparenz schafft Vertrauen!

Wie lange steht mir das eingelobte Kapital zur Verfügung?

Grundsätzlich ist die Laufzeit unbegrenzt, die frühestmögliche Kündigungsmöglichkeit - sowohl für den Emittenten als auch für die Anleger - besteht nach Ablauf von 10 Jahren, danach jeweils nach Ablauf von weiteren 5 Jahren, immer unter Berücksichtigung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen für eine Kapitalherabsetzung. Für diese Zeitpunkte sorgt der Emittent für eine Unternehmensbewertung gemäß Fachgutachten der Kammer für Wirtschaftstreuhänder (KFS-BW1), diese bilden die Grundlage für die Ermittlung der Abschichtungsbeträge.

Für den Fall des Verkaufs des Unternehmens an neue Eigentümer besteht sowohl für den Emittenten als auch für die Anleger ein außerordentliches Kündigungsrecht, mit dem Anspruch auf Abschichtung auf Basis des anteiligen Kaufpreises unter Berücksichtigung einer Deckelung gemäß Genussrechtsvertrag.

Wie profitiert der Anleger von seiner Beteiligung?

In der Regel handelt es sich bei den Beteiligungen um Genussrechtsanteile, das sind verbriefte Genussrechte, die in einer oder Sammelurkunde zusammengefasst sind.

Die Anleger sind beteiligt

  • am Gewinn und Verlust und
  • mit einer Deckelung (bspw. dem 3fachen Nominale)
  • an Zuwachs und Verringerung des Unternehmenswertes inkl. aller stillen Reserven,
  • am Liquidationsgewinn (z.B. wenn das Unternehmen verkauft wird)

Die Ausgangsbasis der Gewinnverteilung ist das Nominale der Genussrechtsanteile im Verhältnis zum Unternehmenswert zu Beginn der Beteiligung. Es besteht keine Nachschusspflicht.

Was passiert, falls die Plattform einmal nicht mehr existieren sollte?

Die Beteiligungsverträge (Genussrechtsbedinungen) zwischen Anlegern und Emittenten sind jedenfalls unabhängig von der Plattform rechtsgültig, sie müssen den Anlegern Ihre Informationen auf anderem Wege (bspw. Email) zur Verfügung stellen.

Kann ich die Genussrechtsbedinungen vorab einsehen?

Als registrierter Teilnehmer können Sie alle Emissionsunterlagen einsehen, die Genussrechtsbedinungen sind ein Bestandteil davon. Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, die Genussrechtsbedinungen vorab zu lesen, klicken Sie einfach eine Emission an.

Falls Sie weitere Fragen haben, können Sie sich jederzeit an regionalfunding.at wenden, am besten per Email unter office@regionalfunding.at.

In welche Art von Projekten kann mittels regionalfunding.at investiert werden?

regionalfunding.at fokussiert auf eine Region oder ein Bundesland und differenziert nicht nach Branche oder Entwicklungsphase (bspw. ist ein Start-up Unternehmen im Bereich Textiltechnologie ebenso willkommen wie ein Buy-out eines alteingesessenen Autohauses). Das folgende Schaubild zeigt regionalfunding.at im Vergleich zu anderen Kapitalgebern, die auf bestimmte Entwicklungsphasen fokussieren.

Darüber hinaus steht regionalfunding.at offen für regionale Bürgerbeteiligungen, insbesondere für

  • Alternative Energiegewinnung (bspw. Solarstrom);
  • Sozioökonomische Projekte (Rendite besteht nicht nur aus Gewinnanteil, z.B. Nahversorger).

Auch die Finanzierung im Rahmen von Sanierungen in Form von

  • Turnaround-Projekten (in Krisenfrühphase)
  • Sanierungsverfahren (im Rahmen eines Insolvenzverfahrens - „Quotenfinanzierung“)

ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen.